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SchullebenBlickpunkteStudienfahrt nach Piešťany, Slowakei

Bericht über die Studienfahrt nach Piešťany, Slowakei

Im Herbst nahm eine Gruppe Schüler:innen der 11. Klassen an einer gemeinsamen Austauschfahrt in die slowakische Kurstadt Piešťany teil. Ziel der Fahrt war es, Land und Leute kennenzulernen und die Kontakte zu vertiefen, die beim Besuch einer slowakischen Klasse hier am FKG im März 2025 entstanden waren. Der Austausch wurde im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms der EU ermöglicht, wobei wir unserem Lehrer Semir Kamhawi die Beziehung zum Gymnázium Pierra de Coubertina in Piešťany verdanken.  

Die Fahrt am Dienstag begann nach der vierten Stunde und zog sich aufgrund mehrerer Stunden im Stau bis in den späten Abend. Zum Glück konnte das Restaurant, in dem wir jeden Abend gegessen haben, uns unser Abendessen noch ins Hotel bringen.  

Am Mittwoch startete das Programm mit einer Stadtführung durch Piešťany. Im balneologischen Museum und in einem echten Kurhotel lernten wir viel über die Geschichte der Stadt als Kurort und über die Familie Winter, die den Spa-Betrieb im 19. Jahrhundert entscheidend geprägt hat. Besonders interessant war die Statue des Mannes mit der gebrochenen Krücke auf der Kolonnadenbrücke, die das Wappensymbol der Stadt darstellt.  

Nach dem Mittagessen in der Schule fand eine weitere Führung auf den Spuren des Kurbadgründers Ludovit Winter statt: Während wir auf einem Spaziergang durch die Altstadt mit Kopfhörern ein Hörspiel über seine spannende Lebensgeschichte hörten, stellten Schauspieler:innen des Stadttheaters die historischen Persönlichkeiten dar, was die Führung lebendig und anschaulich machte.  

Am Nachmittag trafen wir uns mit den slowakischen Schüler:innen zu einem Workshop mit slowakischen Volkstänzen und deutschen Volksliedern Liedern. Sowohl die Tänze als auch die Lieder studierten wir alle gemeinsam ein – sogar unsere Lehrkräfte machten mit. Der Tag endete nach dem Abendessen gemütlich mit einem Kegelabend. 

Am Donnerstag besuchten wir das Gymnázium Pierra de Coubertina, wo wir herzlich empfangen wurden und die ersten vier Unterrichtsstunden besuchen durften. Nach dem Mittagessen brachen wir auf zu einer Wanderung durch den Nieselregen zum Schloss Čachtice, das durch die Legende der „Blutgräfin“ Elisabeth Báthory bekannt ist. Danach besichtigten wir das Miniatur-Museum in Podolie, wo berühmte slowakische Bauwerke in Miniaturform ausgestellt waren. Nach der Rückkehr nach Piešťany gab es wieder ein leckeres Abendessen, bevor wir uns in unserer Unterkunft zu einem gemeinsamen Abend trafen. Die slowakische Klasse hatte für uns ein Quiz vorbereitet, das für viel Spaß und Teamgeist sorgte. 

Der Freitag begann mit einem Besuch des Schlosses Trenčín, das hoch über der Stadt liegt und eine tolle Aussicht bietet. Nach dem Besuch der Burganlage konnten wir in der Altstadt einen Mittagssnack besorgen und ein bisschen shoppen gehen. Trenčín putzt sich gerade für den Auftritt als Europäische Kulturhauptstadt 2026 heraus und es hat sich daher besonders angefühlt, die Stadt ausgerechnet im Rahmen eines EU-Projekts zu besuchen.  

Zurück in Piešťany unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Stausee der Sĺňava, bei der wir die Umgebung der Stadt noch einmal aus einer anderen Perspektive sehen konnten. Danach besorgten die meisten von uns noch fleißig Souvenirs. Besonders hoch im Kurs standen die berühmten Oblaten, hauchdünne Waffeln gefüllt mit Nuss oder Kakao. Abends trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen mit Musik und Spielen, bei dem wir die tollen Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren ließen. 

Am Samstag, dem Tag der Heimreise, besuchten wir Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei. Bei der Stadtführung erfuhren wir viel über Geschichte und Architektur, bevor wir bis zum frühen Nachmittag Freizeit zum Bummeln durch die Altstadt hatten. Danach machten wir uns auf den Rückweg – mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck. 

Die Fahrt nach Piešťany war für alle ein besonderes Erlebnis. Wir haben in vielen Gesprächen unsere englischen Sprachkenntnisse verbessert, viel über die EU und die slowakische Kultur gelernt und neue Freundschaften geschlossen. Besonders schön waren die herzliche Gastfreundschaft und die entspannte Atmosphäre während der gesamten Woche.  

Wir bedanken uns bei der EU, bei den slowakischen Kolleginnen Stanka Simova, Radka Grosmannová und Eva Corticelli, bei unseren Lehrkräften Frau Betz und Herr Christandl, und bei Frau Günter, die die Fahrt als „Ehrengast“ begleitet hat.

Die Teilnehmenden der Slowakeifahrt 2025
07.02.2026