Friedrich-Koenig-Gymnasium

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Aktuelles aus dem Schulleben

Wettbewerb -Partnerschule Verbraucherbildung-

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"Ihr habt die Zeit in diesem außergewöhnlichen, diesem Corona-Schuljahr bestens genutzt." Mit diesem Satz startete Thomas Glauber, der bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, seine Laudatio für die eingereichten Videobeiträge des Friedrich-Koenig Gymnasiums beim bayernweiten und schulartenübergreifenden Wettbewerb "Partnerschule Verbraucherbildung". Dazu haben sich die Schüler*innen im Rahmen des Distanz- und Wechselunterrichts in den Fächern Wirtschaft und Recht bzw. Wirtschaftsinformatik sowie in ihren Schulferien mit den Wettbewerbsthemen "Mein Geld, meine Daten ? gut im Griff?" sowie "Verpackungen ? Müll, Werbung, Schutz?" auseinandergesetzt und eigenständig digitale Beiträge erstellt. In seiner digital übermittelten Ansprache hebt der Minister den Beitrag der Schüler Gregor Keck, Paul Sturm, Maximilian Eck, Jan Scharberg und Levi Müller zum Thema "Schufa" hervor und geht ausführlich auf das Erklärvideo der beiden Oberstufenschüler Tobias Scheder und Paul Thiesse ein. Die beiden Schüler wurden von ihm u.a. für ihre professionelle sowie "kritische und hinterfragende Herangehensweise" zum Thema "Smarthome ? wie sicher sind meine Daten" gelobt, sodass er dem FKG nicht nur zur erneuten Auszeichnung zur Partnerschule Verbraucherbildung Bayern gratulierte, sondern auch zur Prämierung für den gelungensten medialen Beitrag. Hierfür erhielten die Schüler ein Preisgeld in Höhe von 300,- Euro. Im Wettbewerbsbeitrag zum Smarthome erklärt Paul, dass digitale Sprachassistenten das Leben erleichtern sollen, indem sie die "neuesten Nachrichten vorlesen oder die Heizung aufdrehen. Aber geht es dabei nur um mehr Komfort? Das Konzept der Smartness hat auch eine mögliche Kehrseite. Amazon, zum Beispiel, speichert bei jeder Anfrage Daten. [?] Kundendaten, die in vielerlei Hinsicht einen wirtschaftlichen Wert haben können." Tobias betont, dass "Smarthome in Zusammenhang mit künstlichen Intelligenzen zur Auswertung der Daten und der voranschreitenden Verbreitung smarter Geräte zu einem wichtigen Instrument für Google, Amazon und Co. werden könne." Außerdem geht er auf die Problematik von Hackerangriffen und Datenlecks ein und zeigt abschließend das alternative Vorgehen eines Unternehmens im Umgang mit personenbezogenen Daten auf. Schließlich "soll der Verbraucher selbst entscheiden welchem Konzern er vertraut."
Video 1 Video 2
Florian Göbel

Mach dein Handy nicht zur Waffe

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Am Montag, den 28.06.2021 besuchten wir, die zukünftige digitale Klasse des FKGs das Amtsgericht Würzburg. Wir waren schon alle sehr gespannt, was uns dort erwarten wird und wie ein Gerichtsgebäude von innen aussehen wird.
Begleitet wurden wir von unserem Schulleiter Marco Korn und Gabriel Meyerhöfer. Anlass dazu war die Kampagne "Mach dein Handy nicht zur Waffe". Nach einem Sicherheitscheck fanden wir uns im Foyer ein und wurden von dem Präsidenten des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg Lothar Schmitt begrüßt. Nach einem gemeinschaftlichen Foto und einem Grußwort vom Bayerischen Staatsminister für Justiz Georg Eisenreich schauten wir uns gemeinsam das Video zu dem Projekt: "Mach dein Handy nicht zur Waffe" an. Im Video erklärt der erfolgreiche Influencer Falco Punch anhand von verschiedenen Symbolen, warum ein Handy im übertragenen Sinn auch zu einer Waffe werden kann. Der stellvertretende Amtsdirektor Jürgen Reiher hielt einen sehr informativen und interessanten Vortrag über Straftaten und deren Rechtsfolgen für Jugendliche und erklärte uns anhand von verschiedenen Beispielen, warum der Vergleich des Smartphones mit einer Waffe durchaus zutreffend ist: Das Symbol Brecheisen steht dafür, dass man auf keinen Fall in die Persönlichkeitsrechte anderer eindringen darf, keine heimlichen Ton- oder Bildaufnahmen machen darf, und dass man nicht als ?Gaffer? Videos oder Bilder von einem Unfall etc. aufnimmt und verschickt bzw. mit anderen teilt. Das Symbol Drogenpaket steht für den Transport illegaler Inhalte, das heißt, wenn man zum Beispiel Gewaltvideos- oder Fotos, Kinder/- Jugendpornographie, oder nationalsozialistische, antisemitische oder rassistische Inhalte auf seinem Handy etc. hat. Das Symbol Schusswaffe steht für den direkten Angriff auf andere zum Beispiel durch Versendung von versuchten Nötigungen, Mobbing, Gewaltnachrichten etc. Außerdem darf man keine Fotos oder Videos ohne Erlaubnis derjenigen, die dort zu sehen sind, weiterschicken. Wenn man eine Nachricht, ein Foto oder ein Video verschickt, muss man sich immer im Klaren sein: DAS NETZT VERGISST NICHTS!
Die Veranstaltung endete mit einem Interview des Bayerischen Justizministers Georg Eisenreich. Wir waren alle begeistert von dieser informativen Veranstaltung, durch die wir sehr viel dazu gelernt haben! Jede und jeder bekam noch ein kleines Goodie-Bag mit auf den Weg.
Anna Malia Bott, Klasse 7e

Erster Preis beim Landeswettbewerb Jugend Musiziert

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Eric Goitia Schmitt aus der 6d überzeugt beim Solo/Duo-Wettbewerb des Bayerischen Blasmusikverbands und beim Landeswettbewerb Jugend musiziert in Kempten
Nach erfolgreich bestandenem Bezirksentscheid stellte sich Eric vor die Kamera anstatt auf das Podium. Denn auch die zweite Runde des Solo/ Duo-Wettbewerbs des Bayerischen Blasmusikverbands wurde im Jahr 2021 unter besonderen Umständen veranstaltet: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten Videoaufzeichnungen Ihres Wettbewerbsrepertoires auf dem eigens eingerichteten Portal des Nordbayerischen Musikbundes hochladen. Daraufhin wurden die Videos von den Fachjurys gesichtet und bewertet.
In diesem neuen Format konnte sich der junge Flötist sowohl auf Bezirks- als auch auf Nordbayernebene durchsetzen: er erreichte 100 von 100 Punkten sowohl in der Solo-, als auch in der Duowertung mit dem Fagottisten Kaelan König aus der 6. Jahrgangsstufe des Matthias-Grünewald-Gymnasiums. Eric erhielt damit in beiden Wertungen das Prädikat ?mit ausgezeichnetem Erfolg? und wurde zum Verbandssieger in seiner Altersgruppe gekürt.
Ebenfalls im Videoformat wurde der Regionalwettbewerb ?Jugend musiziert? durchgeführt. Auch in diesem Rahmen erhielt Eric die volle Punktzahl und durfte beim Landeswettbewerb in Kempten antreten. Dort erzielte er, nach einem Livevortrag vor einer Fachjury, einen sagenhaften ersten Preis mit 24 Punkten.
Eric erhält seit der 1. Klasse Flötenunterricht und wird nun von Young-Zoo Albers unterrichtet. Herzlichen Glückwunsch!
Tobias Jung

Cybermobbing

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In der letzten Woche vor den Pfingsferien führte die Klasse 6c im Rahmen des Deutschunterrichts eine digitale Informationsveranstaltung zum Thema "Cybermobbing" durch, zu der alle 5. Klassen eingeladen waren. Schülerinnen und Schüler der 6c moderierten und stellten ihre Projektergebnisse vor, die sie in verschiedenen digitalen Kleingruppen erarbeitet hatten. Die Idee, die 5. Klassen zum Thema "Cybermobbing" zu informieren, war im Unterricht entstanden und erfuhr durch unsere Schulsozialpädagogin Frau Nawrot sofort Unterstützung.
Zu Beginn präsentierte eine Gruppe ein selbst produziertes Erklärvideo, das zeigt, wie ein Schüler gegen seinen Willen gefilmt, dies online gestellt wird und wie sich der Junge dabei fühlt. Sehr anschaulich stellte die Gruppe auch nach an wen man sich wenden kann, wenn man Mobbingopfer ist.
Eine zweite Gruppe erklärte unseren 5. Klassen anhand einer Power-Point-Präsentation anschließend sehr gut aufbereitet und verständlich, was genau man unter Cybermobbing versteht, was es bei Betroffenen auslöst und welche Hilfe man in Anspruch nehmen kann, wenn es einen trifft.
Nach der Präsentation wurden viele Fragen gestellt, die die Sechstklässler souverän beantworteten.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Nawrot und allen Schülerinnen und Schülern der 6c, die sich intensiv auf diese Veranstaltung vorbereitet und so einen wichtigen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien geleistet haben!
K. Münz Was ist Cybermobbing? Wie kann man sich schützen? Was ist Cybermobbing? Unter Cybermobbing versteht man die Beleidigung, Bedrohung oder Belästigung von Personen. Cybermobbing ist Mobbing, das im Internet über einen längeren Zeitraum ausgetragen wird. Es gibt einen sogenannten Bully (Mobber), der das Opfer meist anonym über das Internet und Plattformen wie WhatsApp, Instagram, etc. angreift. Die Inhalte verbreiten sich rasant und sind rund um die Uhr sichtbar. Cybermobbing kommt oft schneller zustande als Mobbing, da die Hemmschwelle durch das Internet oft geringer ist. Da das Thema alle betrifft, sollten sich alle gegen Cybermobbing einsetzen.
Im Alter von 12-19 Jahren findet am meisten Cybermobbing statt.
Ein kleines Beispiel Ein Mädchen geht in eine neue Schule, weil sie wechseln musste. Dort ist sie nicht gerade beliebt, wegen eines peinlichen Bildes, das ein Mitschüler in die Klassengruppe gestellt hat. Als die ganze Klasse das Foto gesehen hat, wird sie über WhatsApp durch beleidigende Äußerungen gemobbt. Es kommt sogar soweit, dass sie bedroht wird. Deswegen geht die Schülerin mit ihren Eltern zur Polizei und meldet es dort, sodass ihr geholfen werden kann.
Täter Das Mobbing verschafft dem Mobber eine Machtposition. Der Mobber genießt es andere Personen zu kontrollieren und zu unterwerfen. Er fühlt sich stärker, wenn andere Angst vor ihm haben. Er will Anerkennung oder von eigenen Misserfolgen ablenken. Motive des Mobbers können auch Neid, Frust, gestörte Kommunikation und falsch verstandener Ehrgeiz sein.
Opfer Mobbing kann vollkommen unterschiedliche Opfer in den verschiedensten Lebensbereichen treffen. Die Opfer fühlen sich danach schlecht und manchmal müssen sie sich sogar Hilfe von anderen Menschen holen. Sind Videos, private Fotos, Gerüchte, Beleidigungen oder Bedrohungen erst einmal online gestellt, können sie problemlos kopiert, weiterverbreitet und heruntergeladen werden. Das Ausmaß ist für das Opfer kaum mehr absehbar. Viele Betroffene berichten von extremer emotionaler Belastung.
Cybermobbing ist nicht nur auf den Privatbereich beschränkt, sondern kann auch gegen Einzelpersonen im Berufsleben oder gegen Unternehmen gerichtet sein.
Arten von Cybermobbing Cybermobbing kann in verschiedenen Formen auftreten. Beim Cyberstalking wird das Opfer ständig durch Nachrichten in sozialen Netzwerken belästigt und verfolgt. Manchmal wird sogar mit körperlicher Gewalt gedroht (Cyberthreat).
Eine andere Art ist, eine Person bewusst von sozialen Aktivitäten, Gruppen und Chats auszuschließen. Das nennt man Exclusion.
Als Flaming bezeichnet man verletzende Nachrichten, Kommentare und eventuell Drohungen, die bei einer Online-Auseinandersetzung gesendet werden. Täter und Opfer provozieren und beschimpfen sich gegenseitig öffentlich sichtbar.
Oft werden auch Gerüchte verbreitet, die nicht wahr sind. Diese werden online gepostet oder an andere versendet. Besonders ist hier, dass es vor allem von anderen gesehen werden soll und nicht vom Opfer (Denigration).
Das betrügerische Auftreten unter einer anderen Identität gehört auch zum Cybermobbing. Hier gibt sich der Täter zum Beispiel durch Stehlen des Passworts als eine andere Person aus, mit dem Ziel, in dessen Namen anderen unangebrachte Nachrichten zu schicken und diese zu verletzen (Impersonation).
Eine weitere Form nennt man Happy Slapping. In diesem Fall veröffentlicht der Täter entwürdigende Fotos oder Videos seines Opfers.
Folgen von Cybermobbing Betroffene fehlen öfter in der Schule oder der Arbeit. Sie haben Schlafprobleme oder sind generell bedrückt. Alarmsignale sind auch plötzliche Verschlossenheit oder schlechte Noten.
Auch der Rückzug in andere Welten, z. B. in Online-Spiele oder Fantasiewelten, kann ein Zeichen für Mobbing sein.
Opfer von Cybermobbing haben oft Kopf- oder Bauchschmerzen.
Wie kann man sich vor Cybermobbing schützen bzw. sich gegen Cybermobbing wehren? Stelle so wenig wie möglich von dir online.
Wenn dir jemand etwas Böses schreibt, dann antworte nicht. Das würde den Täter nur noch mehr anspornen.
Zeige vertrauten Personen den Chat und versuche ihn zu sichern, z. B. mit einem Screenshot.
Unerwünschte oder beleidigende Kontakte kannst du in sozialen Medien einfach blockieren. Die Nutzer können dann nicht mehr sehen, was du postest und geschriebene Nachrichten kommen nicht mehr bei dir an.
In schlimmen Fällen kannst du zur Polizei gehen und gegebenenfalls Anzeige erstatten. In Deutschland ist man mit 14 Jahren strafmündig und muss sich vor Gericht für seine Taten verantworten.
Eine Nummer, an die man sich im Ernstfall wenden kann www.nummergegenkummer.de - Betroffenen von Cybermobbing bietet die Nummer gegen Kummer kostenfreie telefonische Beratungsangebote, auch für Eltern: 0800/1110333 für Kinder und Jugendliche, 0800/1110550 für Eltern.
Quellen https://de.wikipedia.org https://www.klicksafe.de https://www.dguv-lug.de https://www.juuuport.de Adrian Hollocker, Jannis Herold, Luca Ernst, Lennox Fischer (6c)

Jugend präsentiert

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Im Rahmen des P-Seminars "BE A COACH" nahmen Q11-Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Koenig-Gymnasiums während des Distanzunterrichts am bundesweiten Präsentationswettbewerb "Jugend präsentiert" teil. In einem Bewerberfeld von knapp 4500 Jugendlichen, schafften es Johanna Stief, Tobias Scheder sowie Elias von der Goltz mit ihrer Präsentation zu einem naturwissenschaftlich-mathematischen Thema die "Jugend präsentiert"-Jury besonders zu überzeugen. Somit qualifizierten sich die drei, trotz pandemiebedingt erschwerter Bedingungen, für eines der acht Länderfinals. Beworben hatten sich Johanna und Tobias als Team mit einem selbst erstellten Präsentationsvideo zu dem Thema "Warum hilft Sport bei Stress" und Elias mit dem Erklärvideo "Koffein in unserem Körper".
Die Bewertungskriterien der Fachjury waren neben der fachlichen Kompetenz auch die Begeisterungsfähigkeit und vor allem rhetorische Souveränität, um beim Zuhörer nicht nur ein Interesse für das Thema zu wecken, sondern auch den Inhalt anschaulich und sachlich korrekt zu präsentieren.
Alle, die sich für die Länderfinale qualifiziert haben, dürfen sich schon über ihren ersten Gewinn freuen: Ein individuelles 45-minütiges Coaching bei den ?Jugend präsentiert?-Trainerinnen und Trainern der Universität Tübingen. Diese werfen zusammen mit den Teilnehmenden in einem persönlichen Coaching einen Blick auf die jeweilige Präsentation und geben wertvolle Anregungen, sich im Präsentieren noch weiter zu verbessern.
Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Länderfinals digital statt. Um sich dort gegen weitere 350 Teilnehmende zu behaupten, müssen die drei eine Präsentationsaufgabe bearbeiten und dafür erneut ein Präsentationsvideo einreichen. Die Länderfinals begannen am 4. März mit einer großen Online-Eröffnung und im Anschluss sind gut zwei Wochen Zeit, um die dort gestellte Aufgabe zu bearbeiten bzw. einer Jury aus Lehrkräften und Rhetorikexpertinnen und -experten das Ergebnis vorzustellen. Das FKG drückt Johanna, Tobias und Elias die Daumen und hofft, dass sie auch im Länderfinale ihre Aufgabe so erfolgreich meistern können.
Florian Göbel

Autorenlesung mit Dirk Reinhardt

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Dirk Reinhardt im Gespräch mit den neunten Klassen Schülerinnen und Schüler in Kontakt mit Buchautoren zu bringen, ist seit jeher ein großes Anliegen des FKG. Seit einigen Jahren schon ist der renommierte Kinder- und Jugendbuchautor Dirk Reinhardt zu Gast am FKG, um für die Jahrgangsstufe 9 aus seinem Roman "Edelweißpiraten" lesen. Dieses Jahr fand die Lesung erstmals als Videokonferenz statt, sodass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte von zu Hause aus den Ausführungen folgen konnten. Dirk Reinhardt ist nicht nur ein großartiger Erzähler; er schlägt mit der Thematik seines Romans auch eine Brücke zwischen dem Deutsch- und dem Geschichtsunterricht der Jahrgangsstufe, was seine Lesungen für die Schule besonders wertvoll macht. Vollständig finanziert wurde die Veranstaltung in diesem Jahr vom Verein der Freunde des FKG, an den hier noch einmal ein herzliches Dankeschön geht.
Die Gruppe der sog. "Edelweißpiraten" bestand aus Jugendlichen, denen die Freiheit als oberstes Ideal galt und die sich daher mit provokanten Liedern, langen Haaren und bunter Kleidung bewusst von der gleichgeschalteten Hitlerjugend und ihrer braunen Uniform absetzten. Kam es anfänglich nur zu regelmäßigen Schlägereien zwischen den Edelweißpiraten und Mitgliedern der HJ, wurden bald SS und Gestapo ihre Gegner. Es folgten Verhaftungen und Folter, und nur sehr wenige aus der Gruppe überlebten die letzten Kriegsmonate.
Nach eigener Aussage war es Dirk Reinhardts Ziel, mit seinem 2012 erschienenen Roman der vielen eher unbekannten Widerstandsbewegung der "Edelweißpiraten" mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Wie der Autor ausführte, gingen dem Roman Monate intensiver Recherche voraus, sodass alle wesentlichen Ereignisse in der Romanhandlung, wie z.B. ein Bombenangriff und seine Auswirkungen, auf nachweisbaren Fakten beruhen. Gestützt auf Bildmaterial informierte der Autor seine Zuhörerschaft zunächst über den historischen Hintergrund, vor dem die Romanhandlung spielt, bevor er Auszüge aus seinem Buch vorlas.
Am Ende der Lesung nahm sich Reinhardt viel Zeit, um auf Fragen von Schülerinnen und Schülern, die dem Autoren dabei auch ein positives Feedback gaben, einzugehen. Die Jugendlichen zeigten vor allem Interesse an der Arbeitsweise des Schriftstellers und holten Ratschläge für das eigene Schreiben ein. So wollte eine Schülerin wissen, wie man das richtige Verhältnis zwischen innerer und äußerer Handlung finde.
Im Nachgang wurde von den Klassen u. a. die "entspannte Stimme" des Autors hervorgehoben, der man sehr gut habe zuhören können. Der Umfang der Lesung wurde als "kurz gehalten" bezeichnet und trotzdem habe man nicht den Eindruck gehabt, dass etwas inhaltlich fehle oder zu kurz abgehandelt worden sei. So habe man durchgängig interessiert zuhören können. Die Präsentation von Bildern habe das Thema sehr anschaulich gemacht, wodurch viel Hintergrundwissen vermittelt worden sei. Der vom Autor ausgewählte Textauszug, der ein Verhör der verhafteten Jugendlichen bei der Gestapo zum Inhalt hat, wurde als "sehr beeindruckende Szene" wahrgenommen. Dirk Reinhardt ging ausführlich und schülerbezogen auf diese und andere Fragen ein, was als sehr positiv herausgestellt wurde.
Der Autor äußerte sich sehr erfreut über das Interesse der Schülerinnen und Schüler und darüber, dass trotz der digitalen Form ein so guter Austausch möglich gewesen sei. Er vermisse dennoch den persönlichen Kontakt zu seiner Zuhörerschaft.
Eine Schülerin konnte der diesjährigen Variante der Lesung aber auf jeden Fall etwas Positives abgewinnen. Sie stellte fest, dass man aufgrund der fehlenden Unruhe und Nebengeräusche viel konzentrierter zuhören konnte, als das in der Schule möglich gewesen wäre.
Wir hoffen dennoch darauf, Herrn Reinhardt im nächsten Jahr wieder leibhaftig bei uns am FKG begrüßen zu dürfen.
Petra Heß

Knospen springen auf - eine Weihnachtsandacht

Margot Brüning/Gottesdienst-Institut Nürnberg

Im ersten Augenblick wirkt das Bild düster, kalt, lebensfeindlich. Aber am Horizont wird es hell. Noch ist das Licht kalt. An einer Stelle jedoch färbt sich das Blau schon in Grün. Die schwarzen Striche, die Knospen an dem dunkel angedeuteten Zweig beginnen sich zu regen. Helles Blattgrün wird frei. Die tiefblauen Flächen scheinen sich unweigerlich öffnen zu müssen. Da ist eine Kraft, die zum Licht drängt: Knospen springen auf.
"Es ist ein Ros entsprungen, aus einer Wurzel zart ... Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß. Mit seinem hellen Scheine vertreibts die Finsternis." Dieses bekannte Weihnachtslied könnte die Landschaft der Karte durchdringen.
Vielleicht klingen auch biblische Bilder an: "Aus dem Baumstumpf Isais [der Vater Davids] wächst ein grüner Reis, ein junger Trieb aus seiner Wurzel bringt Frucht", heißt es beim biblischen Propheten Jesaja.
In beiden Textpassagen taucht Gott am Horizont auf. Das geschieht an Weihnachten ? in dem kleinen Kind. Mit ihm will sich das Leben durchsetzen. Menschen werden sollen heil werden.
Adventliche, weihnachtliche Menschen sehen Gott als einen, der schon da ist. Wohl wissend, wie zerbrechlich und endlich das Leben ist. Wie mühsam es sein kann, leben zu müssen. Und sie sehen Gott am Horizont als einen, der noch kommt, der Leben mit sich bringt, immer wieder und einmal für immer. In der Hoffnung, dass ein Liebeswort die Angst überwindet.
Wer hofft ist jung Wer könnte atmen ohne Hoffnung dass auch in Zukunft Rosen sich öffnen ein Liebeswort die Angst überlebt (Rose Ausländer)
In Corona-Zeiten denken wir neu und spüren die Provokation verschlossener Türen und Freiheiten, das Elend der zu kurz Gekommenen. Wir spüren Abstand.
Wir spüren Angst vor Krankheit, aber auch Gedankenlosigkeit. Sehen Verunsicherung und die Sehnsucht nach einfachen Antworten, die Verschwörungstheorien wachsen lässt. Aber drehen wir uns mit unseren Regeln und unseren Sorgen, nicht doch manchmal zu sehr um uns selbst?
In diese selbstbezogene, durcheinandergeratene und äußerst verletzte Welt hinein wird Gott geboren. In die Kränkungen und Krankheiten hinein. Es ist viel Ernst um die Krippe, um dieses Kind. Und deshalb, weil es Gott ernst ist, ist das was geschieht, für uns ein Segen.
?Siehe?, sagt Jesus, ?ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.? Wir feiern ein wichtiges Fest auf bisher nicht gewohnte Weise. Aber die Botschaft des Festes bleibt nicht auf Abstand.
Gott ist da, hier, in dir. In diesem Licht, in seinem Wort. In manchmal müden Augen, in abgearbeiteten Händen. In unaufgeräumten Herzen, in unerfüllter Liebe. In der Hoffnung auf gute Nachricht. Er sagt: ?Ich bleibe.? Ohne Abstand.
Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Euch bzw. Ihnen
Winfried Ziegler

Adventsfeuer

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Da unsere Adventsmeditationen mit Lebkuchenfrühstück in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden konnten, veranstalteten die Fachschaften Religionslehre ein "Adventsfeuer" im Pausenhof. Die dafür entstandene Geschichte könnt ihr hier noch einmal lesen. Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und "erwärmte Herzen".
Das Feuer der Hirten - die Weihnachtsgeschichte zum Adventsfeuer am FKG Es war eisig kalt. Lukas fror so sehr, dass er entschloss das Feuer bereits jetzt anzuschüren. ?Gar nicht leicht, wenn einem die Finger abfrieren?, dachte er sich. Sein Papa Michael, erinnerte sich Lukas, war Meister darin gewesen, Holzstücke zu jeder Jahreszeit zum Brennen zu bringen.
Einmal ? Lukas war damals gerade 7 oder 8 Jahre alt gewesen ? wollte er selbst ein Feuer machen. Er hatte sich das schon oft von seinem Papa abgeschaut. ?Alles easy?, dachte er und machte sich ans Werk. Er bereitete alles vor und nahm sich gerade die Feuersteine, um das Feuer zu entfachen, da hörte er einen lauten Schrei: ?Stooooop! Was um alles in der Welt machst du da?!? Lukas zuckte so sehr zusammen, dass er die Steine auf sein mühevoll vorbereitetes Lagerfeuer fallen ließ. Mit böser Miene kam sein Papa auf ihn zu und schaute ihn vorwurfsvoll an.
?Ich ? ähm ? ich wollte uns ein Feuer machen?, versuchte Lukas sich zu verteidigen. Er verstand absolut nicht, weshalb sein Papa so böse auf ihn war und schaute ganz bedröppelt drein. Sein Vater schien zu merken, dass er etwas über die Strenge geschlagen hatte und fragte Lukas behutsam: ?Aber warum machst du das denn ganz alleine? Mama und ich haben dir doch schon oft gesagt, dass Feuer sehr gefährlich sein kann.?
Lukas antwortete darauf ein wenig empört: ?Na also bitte, ich bin doch schon groß und weiß, wie man mit Feuer umgeht?. Ein verschmitztes Lächeln zog sich über das Gesicht seines Vaters. ?Na das wollen wir jetzt aber mal testen, hier deine Steine.?
Lukas nahm sie in die Hand und schlug sie mit hoher Geschwindigkeit gegeneinander. Nach dem dritten Anlauf entstanden kleine Funken, fielen auf das Brennmaterial und es bildete sich eine winzige Glut. Lukas pustete die Glut an und nach und nach entstand eine große Flamme. Sichtlich stolz grinste Lukas bis über beide Ohren. In diesem Augenblick eilte seine Mutter Maya zu ihnen. Ganz erschöpft entgegnete sie: ?Na da habt ihr ja ein schönes Feuer entfacht, ihr zwei. Immerhin bleibt uns noch die Wärme, mit dem Essen wird es heute leider wieder knapp. Aber sagt mal, wo sind überhaupt die ganzen Schafe??
Mit ruhiger Stimme beruhigte Michael seine Frau: ?Keine Sorge, die Schafe sind doch schon längst am Schlafen und wir haben hier alles im Griff.? Erleichtert fing Lukas´ Mutter an zu Strahlen und fragte neugierig: ?Habt ihr denn schon von den neuesten Ereignissen gehört?? Lukas und sein Papa schauten sich fragend an und schüttelten gleichzeitig den Kopf. Euphorisch verkündete sie die frohe Botschaft: ?Heute Nacht wurde der Heiland geboren! Gerade habe ich es von anderen Hirten gehört!?
Lukas stutzte, weil er nicht genau wusste, weshalb sich seine Eltern so freuten und fragte unsicher: ?Was ist denn überhaupt ein Heiland?? Seine Mutter lächelte ihn an und antwortete ihm: ?Schau dir das Feuer genau an. Ein Heiland will auch ein Feuer anzünden. Allerdings keines, wie wir es haben, sondern ein Feuer der Hoffnung. Er will damit die Herzen aller Menschen erwärmen. Also auch die Herzen armer Menschen, wie wir es sind. Er will uns zeigen, dass Gott immer bei uns ist. Dass jeder Mensch ganz wertvoll ist. Er will allen zeigen, dass wir aufhören können, aufeinander böse zu sein und liebevoll miteinander umgehen können. Wie lange wir schon auf diese frohe Botschaft gewartet haben!?
Auch sein Papa freute sich sehr. ?Was für eine tolle Nachricht?, entgegnete er, ?jetzt werde ich diese frohe Botschaft immer damit verbinden, wie du zum ersten Mal alleine Feuer gemacht hast.? Stolz drückte Lukas´ Mama ihn ganz fest an sich und sein Papa, der wirklich eine ganze Herde Schafe mit der Spannweite seiner Arme umfassen könnte, schloss seine kleine Familie fest in seine Arme. In diesem Moment wurde allen ganz warm ums Herz, als würden sie das Feuer, das vor ihnen loderte, in sich spüren.
Ungestört von der Harmonie, die in diesem Augenblick von der Familie ausging, trottete Schaf Mäxchen seelenruhig am Lagerfeuer vorbei, stolperte über seine eigenen Füße und landete in der Pfütze, die nicht unweit der Familie durch den Regen am Vortag entstanden war. Maya, die das Schaf als erstes entdeckt hatte und ihre beiden Jungs darauf aufmerksam machte, musste laut loslachen: ?Na ich sehe schon, wie ihr eure Schafe im Griff habt. Tollpatschig wie ihr beiden sind sie allemal.? Damit brachte sie alle so sehr zum lachen, dass sie kaum noch damit aufhören konnten. Für Lukas war das ein so schöner Moment, dass er bei sich dachte: ?Diesen Tag werde ich nie vergessen!?
Und das hat er bis heute nicht. Immer wenn Lukas ein Feuer sieht, erinnert er sich an diesen wundervollen Moment zurück als er mit seinen Eltern am Lagerfeuer stand und sie sich über die frohe Botschaft freuten. Und an Mäxchen, das Schaf, das tollpatschiger nicht hätte sein können. Ein schöner Gedanke.
Amelie Rapke, Winfried Ziegler

Antonia Ludwig siegt beim bayerischen Vorlesewettbewerb

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Großartiges geleistet hat unsere Schülerin Antonia Ludwig, 7a: Sie hat sich beim diesjährigen bayerischen Finale des Vorlesewettbewerbs gegen 15 andere Mitbewerberinnen und Mitbewerber durchgesetzt und vertritt Bayern damit als Bayerische Siegerin beim Bundesfinale.
Coronabedingt wurde der Wettbewerb digital durchgeführt. Antonia durfte ihren Text einsprechen und bei der Jury einreichen. Eine Kostprobe kann unter folgendem Link abgerufen werden:
?Was liest du da für ein Buch?? Mit diesem Satz beginnt die Textstelle, die Antonia für den Entscheid auf Länderebene eingereicht hat.
Die Hauptfigur in ?Erna und die drei Wahrheiten? von Anke Stelling heißt Erna. Sie ist zwölf und liebt es, den Dingen auf den Grund zu gehen. Deshalb schlägt sie im etymologischen Wörterbuch nach, wenn sie eine Wortbedeutung nicht genau weiß. Und das auch mal während des Unterrichts, wie in dem von Antonia sehr gut ausgewählten Ausschnitt. Ansonsten ist Erna eine Zwölfjährige, die ihren Platz sucht in der Klasse und überhaupt im Leben und dabei auch schon mal zur Zielscheibe wird. ?Du sollst keine Wörter nachschlagen, du sollst die Zeit für dein Länderthema nutzen?, weist die Lehrerin sie zurecht. ??Genau!?, echot es prompt von hinten (?)?. Das sagt Mattis, und natürlich will er sie damit ärgern.
Antonia hat diesen Ausschnitt des Jugendromans so lebendig vorgelesen, dass wir als Zuhörer sofort die Figuren vor Augen haben und mittendrin sind in der Geschichte.
Und sie hat damit auch FKG-Geschichte geschrieben. Die FKG-Schulsiegerin hat sich nicht nur beim Stadtentscheid, sondern auch auf Bezirks- und Länderebene durchgesetzt.
Wir gratulieren ihr sehr herzlich und drücken die Daumen für die letzte Runde, den deutschlandweiten Wettbewerb, der in Berlin geplant ist, doch wohl auch eher virtuell durchgeführt werden muss.
Simone Klotzky, Marco Korn

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