Friedrich-Koenig-Gymnasium
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Mint 300

MINT-EC? Was ist das?

Was ist denn überhaupt MINT? MINT-EC ist ein Verein Mathematisch-Naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen. Auch das Friedrich-Koenig-Gymnasium ist so ein Excellence-Center, und so konnten 4 Schüler unserer Schule an der Veranstaltung MINT300 Teilnehmen. MINT300 ist ein Treffen von etwa 300 naturwissenschaftlich interessierten Schülern aus ganz Deutschland (und ihren Lehrern) in Berlin, das zweijährig stattfindet.

Ankunft in Berlin

Anreise

Mit dem ICE trafen wir (Dr. Christian Fauser, Anne Hein, Annika Reuß, Volker Kokula, Stefan Seifert) um 14 Uhr am Bahnhof Zoologischer Garten ein, um danach in unserer Unterkunft (Jugendgästehaus Nordufer) einzuchecken und gleich darauf zur Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom zu fahren. Dort wurden wir nach einem kleinen Buffet von Dr. Bernhard Keller, dem Vorstand des Vereines MINT-EC, empfangen. Die Wichtigkeit der Naturwissenschaften und Technik für die Zukunft unseres Landes, und damit der Bedarf an Nachwuchsmathematikern und -Ingenieuren wurden immer wieder betont. In der folgenden Podiumsdiskussion, an der Vertreter der Sponsorunternehmen (Deutsche Bahn, Siemens, Deutsche Telekom) und des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall teilnahmen, wurden uns die Vorteile der Bachelor- und Masterstudiengänge dargelegt, und der Veränderungen gegenüber den herkömmlichen Studiengängen erläutert. Oliver Vanden Eyde, Geschätsführer der Organisation "Close The Gap" (das heißt so viel wie "Schließt die Lücke"), zeigte uns in seinem englischen Vortrag, wie ausgemusterte Computer großer Firmen in Afrika neue Verwendung finden. Die Organisation stattet beispielsweise Bibliotheken und Schulen mit Computern aus. Zum gelungenen Abschluss der Auftaktveranstaltung trat die Showgruppe des deutschen Shaolin-Tempels auf und begeisterte das Publikum mit einem eindrucksvollen Programm aus Qi Gong (Umgang mit Energie), Tai Ji (Schattenboxen) und Wu Shu (chinesische Kampfkünste ohne Waffen).

Praktische Erfahrungen

In Berlin

Am folgenden Tag mussten wir bereits um 6:30 Uhr aufstehen, um nach dem Frühstück in der Jugendherberge mit Bus, U- und S-Bahn an das östliche Ende (für Kenner: Haltestelle Adlershof) Berlins zu fahren. Die Wege in Berlin sind weit, wir mussten uns sehr beeilen, um pünktlich um 9:00 Uhr am Ort unserer Workshops zu sein.

Herr Fauser, Annika (Klasse 11a) und Anne (10a) nahmen am Kurs "Raus aus der Schule - Rein ins Labor!" beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) teil. Im DLR School Lab hat die 16-köpfige Gruppe unter der Hilfe einiger Studenten und einem Angestellten der Berliner Humboldt-Universität einige spannende und interessante Experimente durchgeführt: Erstellung eines 3D-Bildes durch Stereofotografie, Infrarotlicht und Wärmebilder, Verkehrssimulation einer viel befahrenen Kreuzung, sowie die Funktionsweise von Brennstoffzellen.

Bearbeitetes Metall

Volker (K12) nahm am Workshop "On Einsteins traces - Vom Einstein-Nobelpreis zum kleinsten Computer", durchgeführt von der Siemens AG, teil. Die ersten Sätze des Vortrages wurden in Englisch gehalten, um die Wichtigkeit dieser Sprache in einer zunehmend globalisierten Welt zu verdeutlichen, ebenso ist bei Siemens ein Teil der Ausbildung englischsprachig. Die Schüler führten eine Reihe von Versuchen aus den Bereichen Physik, Informatik und Elektronik durch, von den Ohmschen Gesetzen bis hin zur logischen Schaltung gemäß der Booleschen Algebra, und lernten die Funktionsweisen von Halbleitern und Transistoren kennen.

Stefan (11a) besuchte die Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP), die den MINT-Nachwuchs in ihrem Workshop in die grundlegenden Verfahren der zerstörungsfreien Materialprüfung einführte. Zerstörungsfreie Prüfung ist aus unserer heutigen Welt kaum mehr wegzudenken. Brücken, Hochhäuser, Flugzeuge, Dampfturbinen in Kraftwerken, überall müssen zerstörungsfreie Prüfverfahren eingesetzt werden. Nach einem Vortrag über die vier wichtigsten Verfahren - Röntgenprüfung, Ultraschallprüfung, Magnetpulver- und Farbeindringprüfung - wurden wir in Gruppen eingeteilt, die eines dieser Verfahren selbst durchführten. Ich schaute mir die Röntgen-, oder auch Durchstrahlungsprüfung genannt, genauer an. Um das Prinzip genauer zu verstehen, arbeiteten wir uns zunächst in die Funktionsweise und physikalischen Grundlagen der Röntgentechnik ein.

Abendprogramm

Gruppenfoto

Die Band Vocarious

Zum Ausklang dieses gelungenen, wenn auch stressigen Tages, fanden wir uns in der Media Academy der Siemens AG zum Schülerplenum ein. Hier hörten wir noch zwei Vorträge von Professor Meinel (Leiter des Hasso-Plattner-Instituts Potsdam) über den "Pentium-Bug", und von Professor Bertram (Humboldt-Universität Berlin) über die demografische Entwicklung Deutschland und die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen respektive Akademiker, denn auch auch die Männer sind daran nicht unschuldig. Auf das Abschlusswort von Maria Schumm-Tschauder (Siemens AG), hier wurde nochmals die gute Zukunft der MINT-Bereiche betont, folgte das Abendbuffet und Come Together. Frau Zahn und Herr Häusler, unser ehemaliger zweiter Schulleiter, der nun Direktor des Johann-Schöner-Gymnasiums in Karlstadt ist, nahmen ebenfalls an der Abendveranstaltung teil. Später spielte die Band Vocarious und mit den Schülern des JSG gingen wir noch auf einen Absacker in eine Bar...

Kultur

Vorbeifahrt am Ceckpoint Charlie während der Kulturfahrt

Nach wenigen Stunden Schlaf stand noch das Kulturprogramm an. Wir nahmen an einer historisch-politischen Stadtrundfahrt teil, dabei wurden uns die verschiedenen Viertel Berlins und ihre Besonderheiten gezeigt, wir besuchten das Haus der Nordischen Botschaften, Checkpoint Charlie, den neu aufgebauten Potsdamer Platz, und Reste der Berliner Mauer nicht zu vergessen. Herr Fauser besuchte den Reichstag.

Nach 3 Stunden und 40 Minuten Fahrt trafen wir Samstagabend wieder in Würzburg ein.

Bericht: Stefan Seifert

Datum: 6.3.2006

   Das Gymnasium: Friedrich-Koenig-Gymnasium, Würzburg Zurück: Schule