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Referat von Christian Gößwein am 27.5.1998

Interferenzversuche

I. Die Newtonschen Ringe

Newtonsche RingeDadurch, dass ein Teil des einfallenden Lichtes das Newton-Glas ungestört durchdringt, während ein weiterer Teil an der Oberfläche der Glasplatte und dann an der Unterseite der Linse reflek- tiert wird und sich die beiden Lichtwel-len überlagern entstehen die Interferenzen. Da die Linse ein Kugelsegment ist, ist die Anordnung um die Achse AM rotationssymmetrisch, weshalb die Interferenzminima bzw. -maxima als Kreisringe auftreten.

Rechnung:






Versuch:

Als Lichtquelle benutzen wir eine Natrium-Dampflampe mit der Wellenlänge l =589 nm. Wir stellen jetzt das Newton-Glas vor die Lampe und focusieren nun die Interferenz-erscheinung mit Hilfe einer Linse an die Wand des Physiksaals, um ein scharfes, vergrößertes Bild zu bekommen. Jetzt können wir leicht den Radius r der einzelnen Maxima ablesen und mit der Formel den Radius R der Linse am Newton-Glas bestimmen.
 
  1. 2. 3. 4. Maximum
r/mm 2,5 3,9 4,6 5,5
R/m 10,6 12,9 12 12,84

=> R» 12,1m

Dieser Wert für den Radius R stimmt ungefähr mit der theoretischen Angabe überein. Wenn wir nun dieses Ergebnis in die Formel für den Zwischenraum d einsetzen und den Radius des 1. Maximum benutzen, so bekommen wir für den Abstand Linse – Glas einen Wert von ca. 260 nm. Mit dem Newton-Glas kann man folglich Unebenheiten im Nanometer Bereich entdecken, weshalb man dieses Glas sehr gut einsetzen kann, um kleinste Materialschäden nachzuweisen.

II. Interferenzerscheinungen beim Versuch von Pohl

 
Der mit dem Winkel a einfallende Lichtstrahl wird zum Teil an der Oberfläche des Glimmerplättchens reflektiert und der Rest läuft weiter und wird erst an der Rückseite des Plättchens reflektiert. Diese beiden parallelen Lichtstrahlen interferieren nun im unendlichen, können aber in der Praxis schon auf einer entfernten Wand sichtbar gemacht werden.

Da die Spiegelbilder L´ und L´´ der Lichtquelle L, sozusagen auch Licht in verschiedene Raumrichtungen senden, interferieren auch schief einfallende und ebenso reflektierte Lichtbündel, was die kreisförmige Interferenzfigur erklärt.

   Das Gymnasium: Friedrich-Koenig-Gymnasium, Würzburg Zurück: Physikseite