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Referat von Markus Feineis am 10.12.1999

Bestimmung von e/m mit dem Fadenstrahlrohr

-Versuch-

Lorentzkraft

Wissen: Mit Hilfe der Lorentzkraft konnte das Entstehen einer induzierten Spannung bei der Bewegung eines Leiters im Magnetfeld verstanden werden.

Neu: Werden die Elektronen mit konstanter Geschwindigkeit  (bedeutet auch im Folgenden "Vektor von v") senkrecht zu den Feldlinien in das homogene Feld des Spulenpaares gebracht, so gilt aufgrund der Formel :

1. - wirkt senkrecht zur Bewegungsrichtung

2. - wirkt senkrecht zur Magnetfeldrichtung

Daraus folgt ebenso, dass die Teilchen eine ebene Bewegung ausführen. Aus 1. folgt, dass die kinetische Energie Ekin der Teilchen und damit auch der Betrag der Geschwindigkeit konstant bleiben. Es bleibt somit auch der Betrag || konstant.
Þ Das geladene Teilchen durchläuft also eine Kreisbahn mit der Zentralkraft 

Diese Aussagen können mit folgendem Versuch bestätigt werden:

Versuchsbeschreibung

Eine Fadenstrahlröhre, die mit Wasserstoffgas gefüllt ist und in der ein Überdruck von einigen 10-2hPa herrscht, wird zwischen einem Helmholtzspulenpaar (erzeugt homogenes Magnetfeld in einem großen Raumbereich) angebracht. Der Abstand der beiden Spulen zueinander entspricht dem Radius einer einzelnen Spule. Die aus der glühenden Kathode austretenden Elektronen werden zur Anode hin beschleunigt (Beschleunigungsspannung Ua) und durch das H2-Gas sichtbar (blau leuchtend - durch Ionisierung des H2-Gases, das dann bei der Rückkehr in den Grundzustand Licht aussendet). Die um den Elektronenstrahl gebildeten positiven Ionen bewirken zusätzlich eine Bündelung des Strahls.

Die Spule dient zur Ablenkung der Elektronen, die abhängig von dem Betrag der angelegten Ablenkspannung des Spulenpaares ist.

Wird das Fadenstrahlrohr gedreht, so ändert sich der Einschusswinkel der Elektronen zur Magnetfeldrichtung. Liegt dieser Winkel zwischen 0° und 90°, so bewegen sich die Elektronen auf einer Schraubenlinie, da die Geschwindigkeit parallel zur Magnetfeldrichtung konstant bleibt, während die Geschwindigkeit senkrecht zur Magnetfeldrichtung fortwährend die Richtung ändert:

- ändert die Richtung
 

Fadenstrahlrohr
Abbildung 1: Skizze einer Fadenstrahlröhre

 

-Berechnung-

geg.:  (Anodenspannung)
  (Strom des Magnetfeldes)
  (Magnet. Flussdichte im homogenen Bereich)
  n = 130  (Windungen pro Spule)
  RSpule = 0,150 m (Radius einer Spule)
  (Messergebnis)
ges.:  e/m (spezifische Ladung eines Elektrons, Literaturwert: 
1,7588·1011 C/kg)

Lorentzkraft (Kraft auf ein geladenes Teilchen im homogenen Magnetfeld):
 

(1)

Nach Durchlaufen der Beschleunigungsspannung (Ua):
 

(2)

(2) in (1) einsetzen:

(3)

hier: FL = FZ (Zentripetalkraft)

(4)

(3) und (4) gleichsetzen:
(5)
(6)

B und die Messergebnisse in diese Formel einsetzen

   Das Gymnasium: Friedrich-Koenig-Gymnasium, Würzburg Zurück: Physikseite