Referat von Tobias Kießling am 6.2.1998
Albert Einstein - Zeittafel
*14. März 1879 in Ulm.
Da das Elektrogeschäft des Vaters die Familie nicht ernähren
kann, ziehen Einsteins in der Folgezeit nach München, wo er die Grundschule
und das Luitpold Gymnasium besucht. Nach mühsamer Schülerzeit
mit mehreren Ortswechseln erwirbt er schließlich an der Liberalen
Kantonsschule in Aarau die Matura.
1896: Beginn des Studiums der theoretischen Physik am Polytechnikum
in Zürich.
1900: Abschluß der Studien mit einem eher mittelmäßigen
Diplom, in der Folge diverse Hilfslehrerposten. Es entstehen Einsteins
erste physikalischen Arbeiten.
1902: Freunde vermitteln ihm eine Anstellung am Patentamt in
Bern. Dort gründet er mit seinen Freunden Maurice Solvine und Konrad
Habicht die Akademie Olympia.
1903: Heirat mit Mileva Maric. Die Ehe beschert Einstein zwei
Söhne.
1905: In diesem Jahr verfaßt Einstein innerhalb kurzer
Zeit vier Arbeiten, die eine jede für sich einem Wissenschaftler zum
Ruhm gereicht hätten. Es handelt sich bei ihnen um Arbeiten über
den Photoelektrischen Effekt, eine neuartige BestimmungsmethodederAvogadrokonstante,
die Beschreibung der BrownschenBewegung und einer Arbeit
über die ElektrodynamikbewegterKörper. Die letzte
dieser Arbeiten ging als die spezielleRelativitätstheorie
in die Geschichte ein und ebnete ihm schließlich den Weg für
eine akademische Laufbahn.
1908: Über Umwege wird Einstein Dozent an der Universität
Bern
1909: Schließlich wird er außerordentlicher Professor
für theoretische Physik an der Universität Zürich.
1911: Teilnahme am ersten Solvay Kongreß
1912: Schlußendlich verläßt er die Schweiz und
folgt einem Ruf an die deutsche Universität in Prag
1914: Auf Betreiben von Max Planck wird Einstein Mitglied der
preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Diese war zu dem
Zeitpunkt die Hochburg des wissenschaftlichen Lebens schlechthin in Europa.
Im gleichen Zuge trennt er sich von seiner ersten Frau. Ein halbes Jahr
nachdem er nach Berlin kam beginnt der 1. Weltkrieg. Durch ihn werden die
guten internationalen Beziehungen der Physiker zerstört. Einstein
selbst bleibt vom Krieg direkt unberührt, konzentriert sich in den
folgenden Jahren auf die Arbeit an seiner allgemeinen Relativitätstheorie.
Außerdem
geht er eine Beziehung mit seiner Cousine Elsa ein, die er später
heiraten wird.
1916: Veröffentlichung der Allgemeinen Relativitätstheorie.
1919: Eddington bestätigt durch das Experiment die Gültigkeit
der Allgemeinen Relativitätstheorie, was faktisch den Beginn des Einsteinmythos
bedeutet.
1921: Einstein erhält den Nobelpreis, jedoch nicht für
die Relativitätstheorie, sondern für seine Arbeit über den
Photoelektrischen Effekt von 1905.
1922ff: Mittlerweile ist Einstein eine internationale Größe.
Er erkennt, daß er seine Popularität nutzen kann um Leute zu
beeinflussen. So tritt er beispielsweise symbolisch der zionistischen Bewegung
bei, um dem in den Nachkriegsjahren in Deutschland wachsendem Antisemitismus
zu begegnen. Des weiteren setzt er sich für die Wiederinstandsetzung
der internationalen Beziehungen der Physiker ein. Als Mitglied der Völkerbundkomission
für intellektuelle Zusammenarbeit ist er außerdem ein Sonderbotschafter
für ein friedliches Deutschland. In dieser Zeit ist Einstein wissenschaftlich
kaum aktiv.
1933: Im Winter 1932/33 ist Einstein als Gastdozent in den USA.
Auf seiner Rückreise erfährt er von der Machtübernahme Hitlers,
worauf er nicht nach Deutschland zurückkehrt. Er bleibt zunächst
einige Zeit in Belgien, emigriert aber letzten Endes in die USA. Dort wird
er den Rest seines Lebens in Princeton, am Institut Of Advanced Study verbringen.
1939: Einstein erfährt von der Spaltung des Urankerns in
Deutschland. Auf das Drängen einiger Physiker schreibt Einstein einen
Brief an Roosevelt, den damaligen amerikanischen Präsidenten, in dem
er ihm zum Versuch des Baus einer Atombombe rät. Zwar ist Einstein
im Folgenden nicht aktiv am Bau der Bombe beteiligt, doch wird der Bau
durch diesen Brief erst initiiert. Den 2. Weltkrieg beobachtet Einstein
von der Ferne.
1945: Einsteins schlimmste Befürchtungen werden wahr: Am
6. Und 8. August erfolgt der Abwurf von Atombomben über Hiroshima
und Nagasaki.
1945ff: Einsteins letzte Jahre sind überschattet vom Gefühl
der Mitschuld am Bau der Atombombe und deren Opfer. Auch physikalische
Erfolge sind ihm nicht mehr vergönnt. Seine jahrelangen Forschungen
nach einer Einheitlichen Feldtheorie, welche elektrisches
und Gravitationsfeld vereinen sollte, bleibt ohne Ergebnis. Einstein stirbt
am 18. 4. 1955 in Princeton infolge eines Herzleidens.
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