Friedrich-Koenig-Gymnasium
Startseite
Schule
Schüler
Lehrer
Eltern
Freunde
 
Panoramabilder
FKG-News
Comenius
Fachliches
Biologie
Deutsch
Englisch
Ev.Religion
Geschichte
Informatik
Kunst
Natur und Technik
Mathematik
Musik
Physik
Sport
Betreuung
MINT-EC

Verkettung elektrischer und magnetischer Wechselfelder

Elektrische und magnetische Felder existieren nur im statischen Fall getrennt voneinander. Bei jeder zeitlichen Änderung sind beide Feldarten unlösbar miteinander verbunden, da um jedes zeitlich veränderliche elektrische Feld ein magnetisches Wirbelfeld und um jedes zeitlich veränderliche magnetische Feld ein elektrisches Wirbelfeld entsteht.

Diese Verknüpfung elektrischer und magnetischer Felder, die Maxwell durch zwei seiner Gleichungen quantitativ erfaßt hat, erklärt grundsätzlich die Art der Ausbreitung elektrischer und magnetischer Felder. Wir wollen uns dies anhand der schematischen Abbildung klarmachen:


Abb.: Verkettung elektrischer und magnetischer Wechselfelder

In einem Schwingkreis soll ein elektrisches Feld erzeugt werden, dessen Feldstärke E sich zeitlich ändert. Dieses elektrische Wechselfeld erzeugt ein magnetisches Wirbelfeld, dessen Flußdichte  B sich ebenfalls zeitlich ändert. Dadurch entsteht ein elektrisches Wirbelfeld, dessen Feldstärke sich wieder zeitlich ändert, usw. Wie die Glieder einer Kette fügen sich die elektrischen und magnetischen Wirbelfelder zusammen, wobei außen immer wieder ein neues Glied angefügt wird.

Das Bild ist allerdings sehr schematisch und unvollkommen. So ist es z.B. willkürlich, daß wir die Kette gerade von links nach rechts wachsen lassen. Die umgekehrte Richtung (in der Abb. gestrichelt) ist ebenso möglich und natürlich auch viele weitere Richtungen. Wegen der besseren Übersicht haben wir nur eine Ausbreitungsrichtung gezeichnet, denn es kam uns hier nur auf das Prinzip der Ausbreitung elektrischer und magnetischer Wechselfelder an.

Da elektrische und magnetische Wechselfelder stets miteinander verbunden auftreten, sprechen wir in diesem Fall einfach von elektromagnetischen Feldern.

Feldverteilung eines Dipols in der Fernzone
Abb.: Feldverteilung eines Dipols in der Fernzone


Elektromagnetische WellenHeinrich Hertz

Maxwell hatte bereits im Jahre 1864, aufgrund seiner Theorie über Elektrizität und Magnetismus, die Existenz elektromagnetischer Wellen vorhergesagt und ihre Eigenschaften beschrieben. Insbesondere hatte er berechnet, daß ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit gleich der Lichtgeschwindigkeit ist. Er erkannte auch, daß das Licht sich als eine elektromagnetische Erscheinung erklären läßt, d.h., daß die Lichtwellen elektromagnetische Wellen hoher Frequenz sind.

Heinrich Hertz gelang es im Jahre 1887 experimentell elektromagnetische Wellen zu erzeugen, die sich sowohl längs Drähten als auch frei im Raum ausbreiteten. Guglielmo Marconi (1874-1937, it. Physiker), K.Ferdinand Braun (1850-1918, dt. Physiker) und andere entwickelten dann die Technik der Nachrichtenübertragung durch freie elektromagnetische Wellen über große Entfernungen, woraus sich die moderne Rundfunk- und Fernsehtechnik entwickelte.

Marconi und Braun erhielten 1909 zusammen den Nobelpreis für Physik.

Abgebildet ist Heinrich Hertz, 1857-1894; dt. Physiker. Hertz war einer der letzten großen Vollender der klassischen Physik des 19. Jahrhunderts; er stellte als erster elektromagnetische Wellen her und zeigte, daß sie wesensgleich mit den Lichtwellen sind.
 

   Das Gymnasium: Friedrich-Koenig-Gymnasium, Würzburg Zurück: Physikseite