Friedrich-Koenig-Gymnasium
Kollegstufenjahrgang 1997/99
Facharbeit aus dem Fach
Physik
Fourieranalyse und -synthese
(für das WWW gekürzte Fassung)
von Christoph Friederich
Kursleiter: OStR Gerhard März
maerz@fkg.wuerzburg.de
Diese Facharbeit entstand mit freundlicher Unterstützung und Betreuung
durch Herrn Dipl.-Math. Bernd Fröhling
bei Wölfel Meßsysteme*Software.
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung
Historie der Fourierreihen
Erstmals wurden trigonometrische Reihen der Form
zur Beschreibung periodischer Vorgänge in der Astronomie und zur Behandlung
der Bewegungsgleichung einer schwingenden Saite verwendet.
Schon D. Bernoulli (1700-1782) vertrat die Auffassung,
daß sich jede Schwingungsform einer Saite als Überlagerung einer
Grundschwingung mit der Kreisfrequenz
ωund
Oberschwingungen mit den Frequenz-Vielfachen
n·ω,
n=2,3,4,... darstellen lasse.
J.
Fourier |
1807 benutzte der französische Mathematiker
Jean Baptiste Joseph
Fourier(1768-1830) diese, später nach ihm benannten trigonometrischen
Reihen zur Darstellung von Lösungen der Wärmeleitungsgleichung.
Für einen Stab der Länge l mit der Temperaturleitfähigkeit
k,
dessen Enden auf der Temperatur Null gehalten werden, fand Fourier
für die Temperatur u(x,t) in x aus
[0,l] zur Zeit t ³ 0 die
folgende Reihenlösung |
|
D.
Bernoulli |
|

P.L.
Dirichlet |
Seine Theorie der Wärmeausbreitung stieß zunächst noch
auf Vorbehalte und Bedenken, da Fourier noch sehr anschaulich argumentierte.
Erst die Arbeiten des Mathematikers
P. Lejeune Dirichlet (1805-1859)
klärten die mathematischen Grundbegriffe für die Aussagen Fouriers,
welche
wichtige Impulse für viele Teilbereiche der Mathematik lieferten.
Die Fragestellungen der Fourieranalysis, d.h., der Darstellung von Funktionen
durch harmonische Schwingungen, leiteten
Dirichlet zum modernen
Funktionsbegriff, standen am Beginn der Mengenlehre
G. Cantors (1845-1918)
und waren Ausgangspunkt der Integrationstheorie von B. Riemann (1826-1866)
und H. Lebesgue (1875-1941). Auch heute noch erhalten Funktionalanalysis
und die moderne numerische Mathematik für ihre abstrakten Begriffe
starke Anregungen aus der Theorie der Fourierreihen. Dies alles machte
den Fourierschen Gedanken zu einem der wirkungsvollsten mathematischen
Hilfsmittel der Ingenieur- und Naturwissenschaften |
Hauptteil
Trigonometrische Polynome
Eine Funktion f der Periode T mit Werten in R
oder
C
der
Gestalt
mit N aus N,
t aus R,
ω0=2p/T
heißt trigonometrisches Polynom.
Für rechnerische Zwecke wird meist die komplexe Darstellung verwendet:
(Herleitung [1,S.7])
mit , ,
a0
=
2c0 und i² = -1.
Die Konstanten cn, bzw. an und bn
nennt man die Fourierkoeffizienten von f.
Berechnung der Fourierkoeffizienten
(Herleitung [1,S.8])
(Herleitung
[1,S.8])
(Herleitung
[1,S.8])
Reellwertige Polynome
Ist f(t) reellwertig, so ist die folgende Darstellung
des komplexen Polynoms möglich.
(Herleitung [1,S.10])
An dieser Schreibweise kann man erkennen, daß die komplexen Fourierkoeffizienten
Information über die Amplitude ( )
als auch über die Phase ( )
der am Aufbau von f beteiligten harmonischen Teilschwingungen
enthalten. Daher wird die Größe 2ck auch als
komplexe
Amplitude bezeichnet.
Eine Funktion f ist also nur durch ihre Fourierkoeffizienten
festgelegt, d.h. daß alle Funktionen mit übereinstimmenden Koeffizienten
identisch sind.
Fourierreihen
Durch die Grenzwertbildung erhält
man aus den T-periodischen, trigonometrischen Polynomen trigonometrische
Reihen.
mit
( )
Die grundlegenden Eigenschaften dieser Reihen sind in den folgenden Sätzen
zusammengefaßt. Die Aussagen dieser Sätze gehen zurück
auf P. L. Dirichlet (1829), L. Fejér (1904),
H.
Wilbraham (1848), und J. W. Gibbs (1898).
Satz von Dirichlet
Ist f auf [0,T] stückweise stetig differenzierbar,
dann konvergiert die Fourierreihe Sf an jeder Stelle t gegen ,
an Stetigkeitsstellen t also gegen f(t). Die Fourierreihe Sf
konvergiert gleichmäßig gegen f in jedem abgeschlossenen Intervall,
das keine Sprungstellen von f enthält. (Beweis [1,S.76f.])
Satz von Wilbraham-Gibbs
An Unstetigkeitsstellen stückweise stetig differenzierbarer
periodischer Funktionen tritt das Gibbs-Phänomen auf; alle
Partialsummen SN der Fourierreihen von Real- und Imaginärteil
von f überschwingen für große N aus N den
jeweiligen Sprung um rund 9%.
(Beweis und Berechnung des genauen Wertes der Abweichung siehe [1,S.20f.])
Zur Erläuterung dieser beiden Sätze wird ein Abschnitt
der 2π-periodischen Sägezahnfunktion S(t)
betrachtet.
 ,
n aus Z
Diese Funktion kann auch durch die Reihe
dargestellt werden.

Die obige Abbildung zeigt, daß die trigonometrische Reihe zur
stückweise stetig differenzierbaren Sägezahnfunktion S(t)
gleichmäßig auf jedem abgeschlossenen Intervall, welches keine
Sprungstelle enthält konvergiert, da sie die Mittelwerteigenschaft
aus dem Satz von Dirichlet für alle t
erfüllt.
Zudem erkennt man trotz der gleichmäßigen Konvergenz der
Partialsummen SN (t) von S(t), daß
die SN (t) in der unmittelbaren Umgebung der Sprungstelle
wellenförmig S(t) überschwingt. Die Wellenberge
rücken zwar für der
Sprungstelle immer näher, jedoch konvergiert die Abweichung von der
Funktion S(t) nicht gegen Null sondern ist immer um ca. 9%
der Sprunghöhe S(0+)-S(0-)
größer. Dieses Verhalten wird das Gibbs-Phänomen
genannt.
Dieses an der Sägezahnreihe gezeigte Phänomen ist charakteristisch
für das Verhalten von Fourierreihen an Unstetigkeitsstellen.
Satz von Fejér
-
Ist f eine stetige periodische Funktion, dann konvergieren die arithmetischen
Mittel
der Partialsummen Sn , n aus N0
, von Sf für gleichmäßig
gegen f.
-
Wenn die Fourierreihe Sf einer stückweise stetigen periodischen
Funktion f an einer Stelle t0 überhaupt konvergiert,
dann konvergiert sie dort gegen
.
Ist außerdem f stetig bei t0, dann ist Sf(t0)=f(t0).
(Beweis [1,S.78ff.])
Die Bedeutung dieses Satzes erkennt man bei erneuter Betrachtung der obigen
Sägezahnreihe.

Beim Fejérschen Mitteln der Partialsummen tritt
das Gibbs-Phänomen nicht mehr auf da höherfrequente Anteile schwächer
gewichtet werden so daß allgemein eine Glättung der Reihe auftritt.
Dies führt zwar zu einem kleineren Fehler bei der Näherung jedoch
treten dabei weniger steile Flanken auf.
Spektrum periodischer Funktionen
Die Folge (ck), (k )
der Fourierkoeffizienten einer Funktion f wird als diskretes
Spektrum von f bezeichnet. Für reelle Funktionen
ist das Betragsspektrum ,
(k ) symmetrisch.

Die Folge ,
(k ) wird als
Amplitudenspektrum,
die Folge ( ),
(k ) das Phasenspektrum
von
f.
Dabei ist c0 der Gleichanteil in der Funktion
f,
z.B. der Gleichspannungsanteil in einer Wechselspannung
f. Anhand
des Spektrums kann man sehen mit welchen Amplituden und Phasen die einzelnen
harmonischen Schwingungen der Kreisfrequenzen k·ω0,
(k )
am Aufbau der Funktion f beteiligt sind.
Die endliche diskrete Fouriertransformation (DFT)
In der Praxis der Signalverarbeitung liegt selten das kontinuierliche
Signal f(t) vor, sondern nur Werte f(tn)
zu gewissen äquidistanten Abtastzeiten .
Hieraus
soll dann ein trigonometrisches Polynom bestimmt werden, mit dem sich Näherungswerte
f(t)
auch für Zeiten und
Näherungen für die Spektralwerte ck des Signals
berechnen lassen. Hierzu wird die endliche diskrete Fouriertransformation
verwendet:
Die lineare Abbildung
(y0, y1,..., yN-1,) , 
heißt endliche diskrete Fouriertransformation oder kurz
DFT.
Die
Koeffizienten ,
k = 0,1,..., N-1, sind durch die Werte y0 ,y1
,...,yN-1 eindeutig bestimmt und heißen Fourierkoeffizienten
von . (Herleitung
[1,S.60f.])
Der Alias-Effekt
Harmonische Schwingungen mit Kreisfrequenzen (k+mN)ω0
können
anhand der Abtastwerte f(nT/N) nicht unterschieden werden,
weil alle Funktionen
an allen Stellen nT/N übereinstimmen. Man nennt diese Tatsache
Alias-Effekt.
Das nachfolgende Bild verdeutlicht dies anhand der Schwingungen und mit
4 Hz bzw. 14 Hz und 10 Abtastwerten an den Stellen tk =
k/10,
k=0,...,9

Man muß also zur Beobachtung periodischer Vorgänge einer
Frequenz f mit einer Abtastfrequenz arbeiten
die größer als 2f ist.
Die inverse diskrete Fouriertransformation (IDFT)
Die Umkehrabbildung, ist durch Vorgabe eines Vektors
mit genau einem Wertevektor (y0, y1,...,
yN-1,) bestimmt, dessen Fourierkoeffizienten die sind.
, 
Die Fast Fourier Transform (FFT)
Die Geschichte schneller Algorithmen (i.e. ein spezielles Verfahren
zur Durchführung numerischer Rechnungen) zur Berechnung trigonometrischer
Reihen reicht zurück bis Gauß, der bereits 1805, noch vor Fouriers
Arbeiten, den gleichen Ansatz benutzte wie J.W. Cooley und J.W.
Tukey (1965) in ihrem berühmten Artikel "An Algorithm For The
Machine Calculation Of Complex Fourier Series" in dem die Anzahl der Operationen
für eine DFT der Länge N = 2n von N²
auf Nlog2(N) reduziert wird. Die Grundidee aller
FFT-Algorithmen besteht darin eine DFT der Länge N für
eine Faktorisierung N=n1n2...nk, (n1,n2,...,nk)
rekursiv
zu berechnen durch DFT´s der kleineren Längen n1,n2,...,nk:
DFTN = DFTnk(DFTnk-1(...(DFTn1)...))
Die FFT ist also nur ein schnelleres Berechnungsverfahren der
DFT und deshalb ist für die Interpretation der Ergebnisse nur Kenntnis
der Eigenschaften der DFT nötig. Außerdem sind die meisten Algorithmen
quasi-invers, d.h. der gleiche Algorithmus kann je nach Eingangsdaten entweder
die DFT oder die IDFT berechnen. Den Geschwindigkeitszuwachs gegenüber
der direkten Berechnungsmethode kann an der nebigen Grafik abgelesen werden.
Hierbei gilt die Anzahl der Multiplikationen als Maß für die
benötigte Rechenzeit.
|
 |
Versuche zur Verdeutlichung der Ergebnisse der FFT
Bei den Nachfolgenden Versuchen wurden die analogen Eingangssignale
mit der Soundkarte "Soundblaster 16" und dem Programm "Goldwave" von Creative
Labs, abgetastet. Die Abtastwerte wurden nach dem wav-Format (siehe Anhang)
gespeichert und das im Anhang aufgeführte FFT-Programm berechnete
anhand dieser die Spektralwerte und speicherte sie ebenfalls im wav-Format.
Diese konnten dann mit dem Programm "Cool Edit 96" von Syntrillium betrachtet
werden.
Die nachfolgenden Funktionen wurden mit dem Frequenzgenerator LCE von
Impo Electronics erstellt.
Frequenzgenerator LCE an den
"Line In" der Soundkarte angeschlossen.
FKG, Würzburg, 1999 |
 |
Die Sinusfunktion
Dieses Bild zeigt die Werte f(tn)
zu den äquidistanten Zeitpunkten nΔt
mit Δt=1/55 ms.
Berechnet man aus diesen Werten die Spektralwerte erhält man das
nachfolgende Bild.

Dieses Bild zeigt das Betragsspektrum der obigen Funktion. Man erkennt
den ersten klaren Peak bei ca. 440 Hz. Der zweite Peak bei ca. 5060 Hz
geht auf die Symmetrie des Spektrum für reelle Funktionen, d.h. das
Betragsspektrum ist zu =
2750 Hz achsensymetrisch. Aus diesem Grund betrachten wir im folgenden
die Spektren nur noch bis zu .
Die obige Funktion setzt sich also nur aus einer harmonischen Schwingung
mit der Frequenz μ » 440 Hz zusammen.
Die Dreiecksfunktion
Die Abbildung zeigt wieder f(tn) zu den Zeitpunkten
nΔt
diesmal
mit Δt =1/11025 s
Das zugehörige Amplitudenspektrum zeigt die nächste Abbildung:
Deutlich ist der Peak der Grundschwingung zu sehen wohingegen die Peaks
der Oberschwingungen merklich schwächer vertreten sind.

Betrachtet man die Teilabschnitte in denen Peaks auftreten vergrößert
kann man die Frequenzen und die Peaks deutlicher erkennen:
Die Peaks liegen bei ca. 454Hz, 1362Hz, 2270Hz und 3180Hz. Die Dreiecksfunktion
setzt sich anscheinend aus der Grundschwingung (hier ca. 454Hz) und aus
den ungeradzahligen Oberschwingungen (hier 3*454Hz=1362Hz; 5*454Hz=2270Hz;
7*454Hz=3178Hz) zusammen. Dies äußert sich in der Verzerrung
der Dreiecksfunktion gegenüber der reinen Grundschwingung.
Die Rechtecksfunktion
f(tn)
zu den Zeitpunkten
nΔt
mit
Δt
=1/11025 s
zugehöriges Amplitudenspektrum:
Vergrößerte Teilbereiche:
Die Rechtecksfunktion setzt sich, wie die Dreiecksfunktion, aus der
Grundschwingung und den ungeradzahligen Frequenz-Vielfachen zusammen. Jedoch
sind diese stärker als bei der Dreiecksfunktion am Aufbau beteiligt.
Dies hat zur Folge, daß die Recht-ecksfunktion noch stärker
als die Dreiecksfunktion gegenüber der Grundschwingung (Sinusfunktion)
verzerrt ist.
Musikinstrumente
Ebenso wie man künstlich generierte Frequenzen untersucht, kann
man auch die natürlichen Töne von Musikinstrumenten anhand der
FFT untersuchen.
Die Orgelpfeife
Orgel in der Kirche zu St.
Nikolaus
Euerhausen, 1999 |
 |
Bei Orgelpfeifen entsteht der Ton durch Ausbildung stehender
Wellen in der Luftsäule der Pfeife. Die folgende Abbildung zeigt die
Schwingung einer offenen Pfeife.

zugehöriges Amplitudenspektrum:
Vergrößerte Teilbereiche
An der obigen Abbildung erkennt man, daß die offene Orgelpfeife
einen Klang erzeugt, in dem alle harmonischen Obertöne beteiligt sind,
da an beiden Enden die Luftmoleküle frei schwingen können.
Die Trompete
Schwingung:
Amplitudenspektrum:
Vergrößerte Teilbereiche:

|
Rechts ist das charakteristische Amplitudenspektrum einer
Trompete abgebildet. Es ist für die Klangfarbe eines Instrumentes
verantwortlich. |
Die Analyse von Signalen ist aber nicht die einzige Anwendungsmöglichkeit
der FFT. Die inverse Eigenschaft des Algorithmus erlaubt es auch Signale
zu erzeugen. Bei der digitalen Filterung wird ein Signal analysiert, Frequenzanteile
herausgefiltert (entsprechende Fourierkoeffizienten gleich Null gesetzt),
und anschließend wieder rücktransformiert.
Aufnahme der Überlagerung
von Stimmgabel und Stimme.
Gaubüttelbrunn, 1999 |
 |
Die nachfolgende Aufnahme zeigt die durch die Stimme "verauschte"
Sinusschwingung einer Stimmgabel:
Setzt man nach der Analyse alle Fourierkoeffizienten, bis auf
die eines schmalen Frequenzbandes von 400-480 Hz, gleich Null und wendet
die IDFT an, so erhält man das gefilterte Signal:

Die Störung wurde beseitigt, und die klare Sinusschwingung
ist wieder zu hören.
Bei der folgenden Aufnahme verdeckt die sehr laute Stimmgabel
die Stimme stark:

Setzt man jetzt die Fourierkoeffizienten des Frequenzbereichs
der Stimmgabel gleich Null, so erhält man das folgende Signal:
Die Stimme ist nun klar zu verstehen, obwohl an den Rändern
der Segmente mit der Länge
deutliches Knacksen zu hören sind.
Schluß
Grenzen der FFT und Ausblick
Dies macht die Grenzen der FFT deutlich. Immer wenn die Signaldauer
größer als die Beobachtungsdauer T ist, muß man
sehr großen mathematischen Aufwand treiben um diese Effekte zu eliminieren.
Man verwendet dazu die GFT, die gefensterte Fouriertransformation.
Hierbei muß aber das Zeitfenster groß genug gewählt werden,
um mindestens eine Vollschwingung der gesuchten Frequenz aufnehmen zu können.
Aber auch bei der GFT läßt sich der FFT Algorithmus verwenden.
Das Hauptproblem der Fouriertransformation im allgemeinen, und somit
auch der FFT bleibt aber die fehlende Lokalisation auf der Zeitachse. Die
Fourierkoeffizienten ck enthalten Information über
f
aus dem gesamten Definitionsbereich, und so kann man ihnen nicht ansehen
wo Sprungstellen oder ausgeprägte Spitzen liegen. Dies ist meistens
in der Signalverarbeitung und der Bildbearbeitung von Interesse. Dieses
Problem beseitigt die Wavelet-Theorie, eine Weiterentwicklung
der Fourieranalysis. Trotz alledem bleibt die Fourieranalysis und –synthese,
vorallem in ihrer mehrdimensionalen, und komplexen Form eine der wichtigsten
Hilfsmittel, der Naturwissenschaftlichen Disziplinen.
Anhang
Wave-Files
Die bei den Experimenten benutzten Microsoft Wav-Files basieren
auf dem RIFF-Format. Diese bestehen aus den "chunks".
Ein Wave-File hat demnach folgenden Aufbau:
RIFF-CHUNK: 12 Bytes
-
4 Bytes CHUNK-Name: "RIFF"
-
4 Bytes CHUNK-Länge
-
4 Bytes RIFF-Typ: "WAVE"
-
Format-CHUNK: 24 Bytes
-
4 Bytes CHUNK-Name: "FMT"
-
4 Bytes CHUNK-Länge
-
2 Bytes Format Typ: 0=mono; 1=stereo
-
2 Bytes Kanalzahl
-
4 Bytes Sample-Rate(Hz)
-
4 Bytes Byte pro Sekunde
-
2 Bytes Byte pro Sample: 1=8 Bit mono; 2=8 Bit stereo / 16 Bit mono 3=16
Bit stereo
-
2 Bytes Bits pro Sample
-
Data-CHUNK: 8+n Bytes
-
4 Bytes CHUNK-Name: "data"
-
4 Bytes CHUNK-Länge
-
n Datenbereich
FFT-Programm
Das folgende Programm wurde zur Berechnung der Spektren und
der Filterung benutzt und mit Turbo Pascal 7.0 erstellt.
(Der Sourcecode wurde in der WWW-Fassung entfernt. Das Programm liegt
sowohl im Quellcode als auch als ausführbares DOS-Programm hier
zum Download bereit.)
Literaturverzeichnis
Liste
[1]: Brigola R., Fourieranalysis, Distributionen, und andere
Anwendungen,Braunschweig/Wiesbaden, Verlag Vieweg, 1997
[2]: Brigham E. O., FFT, schnelle Fourier-Transformation, München,
Verlag Oldenbourg, 1982
[3]: Borucki H., Einführung in die Akustik, Zürich, Bibliographisches
Institut, 1973
[4]: Linnemann P., Die Darstellung beliebiger Funktionen durch eine
Fourierreihe unter Einsatz eines Mikrocomputers, in: Praxis der Naturwissenschaften
Physik, 1987,Nr. 8, S.2
[5]: Blatter C., Wavelets - Eine Einführung, Braunschweig/Wiesbaden,Verlag
Vieweg, 1998
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