Das FKG muss Abschied nehmen von StD Thomas Göttfert (* 2.9.1950 † 21.7.2007)
Für uns alle unfassbar - und trotz seiner schweren Erkrankung unerwartet - hat unser lieber und geschätzter Kollege, Herr Studiendirektor Thomas Göttfert, uns am 21.07.2007 für immer verlassen.
Geboren am 02.09.1950, studierte Thomas Göttfert nach dem Besuch der Grundschule und des Gymnasiums in Rothenburg ob der Tauber von 1970 bis 1975 an der Universität Würzburg Mathematik und Physik, bevor er von 1976 - 78 sein Referendariat absolvierte. Nach einem Schuljahr am Gymnasium in Mellrichstadt wurde er zum 01.09.1979 an das Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg versetzt, dem er in den folgenden nahezu 28 Jahren mit all seiner Kraft diente, obwohl er sich auch außerhalb der Schule in Vereinen, in der Kommunalpolitik und in der Kirche als engagierter Bürger in die Gesellschaft einbrachte.
Am FKG galt Herr Göttfert vielen Schülergenerationen über all die Jahre als kompetenter, freundlicher und geduldiger Mathematik- und Physiklehrer, der für seine Schülerinnen und Schüler jederzeit ein offenes Ohr hatte und immer bereitwillig und mit dem nötigen Augenmaß auf ihre Anliegen einging, so dass er in Unter-, Mittel- und Oberstufe bei den Schülerinnen und Schülern sehr beliebt war.
Die Palette von Herrn Göttferts sonstigen Tätigkeiten an unserer Schule ist weit gefächert. Er widmete sich der Verkehrserziehung und Unfallverhütung, besuchte zahllose Fortbildungen, pflegte lange Zeit die Physik-Sammlung, war als Lehrkraft und Prüfer in den 80er Jahren am DAG Technikum tätig, übernahm später Unter- und Mittelstufenbetreuung und wurde schließlich auch zum Prüfer im Fach Physik für die Zweite Staatsprüfung bestellt. Seine bedeutendsten Arbeitsgebiete waren neben dem Unterricht über zwanzig Jahre hinweg die Stundenplanerstellung und -gestaltung und seine Mitarbeit in der Schulleitung in den vergangenen vierzehn Jahren.
Es sind gerade letztere Tätigkeiten, die Herrn Göttfert mit jedem im Kollegium zusammenführten. Er war bei allen hochgeschätzt wegen seiner ruhigen, verständnisvollen Art im Umgang mit Menschen, geschätzt für sein Zuhörenkönnen, seine Ausgeglichenheit, seine überaus große Hilfsbereitschaft und seine außerordentliche Gewissenhaftigheit in der Erfüllung der von ihm übernommenen Aufgaben. Hierbei kamen ihm sein Organisationstalent und seine stete Einsatzbereitschaft in hervorragender Weise zugute. Den Vertretungsplan - am FKG nicht selten eine Sisyphus-Arbeit - erstellte er absolut verlässlich mit großer Umsicht und Gerechtigkeit jeden Tag aufs Neue und zeigte dabei eine ausgeprägte Fähigkeit, den Kolleginnen und Kollegen auch teilweise ungeliebte, aber notwendige Aufgaben nahezubringen, so dass sie am Ende bereitwillig übernommen wurden.
Aber beschreibt all das Herrn Göttfert, wie wir ihn erlebten? Unvergessen sind seine Auftritte als Nikolaus bei vielen Weihnachtsfeiern, seine humorigen Kommentare bei vielen kleinen Anlässen, seine Auftritte als kräftiger Tenor, der seine Stimme zur Freude der Zuhörer stets gerne erschallen ließ, v.a. aber seine positive Art und sein warmherziges Wesen, wie er auf uns alle zuging, auf uns einging und uns gewann. Darin zeigte sich, wie sehr er seine Arbeit am FKG liebte. Auch als er bereits von ernster Erkrankung gezeichnet war, versah er seinen Dienst engagiert bis zur letzten Minute, bis er sich vom Büro ins Krankenhaus verabschieden musste. Dieser Abschied war für uns sehr bewegend, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt die große Hoffnung haben durften, ihn wieder in unserer Mitte begrüßen zu dürfen.
Herrn Göttferts allzu früher Tod schmerzt uns sehr. Er wird uns allen sehr fehlen.
Dr. Siegfried Rose, StD, Schulleiter
Michaela Zahn, StDin, Stellv. Schulleiterin
|