Friedrich-Koenig-Gymnasium

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Autorenlesung mit Dirk Rheinhardt

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Am Montag, den 13. Mai 2019 besuchte die neunte Jahrgangsstufe eine Lesung des Historikers und Autors Dirk Rheinhardt im MZR. Er erzählte viel über die NS-Zeit und seinen Roman "Die Edelweißpiraten".
Zunächst erläuterte er den Schülern, dass die Edelweißpiraten als Widerstandsgruppe früher wirklich existierte und er selbst auf diese in seiner Kindheit durch seine Großmutter aufmerksam wurde. Sehr viele Jahre verbrachte Herr Reinhardt damit, Informationen über die Jugendgruppe und ihre Aktionen gegen das Naziregime zu sammeln.
Sein Buch spielt in der Stadt Köln, in der 1000 Kinder aus der Arbeiterschaft zu den Edelweißpiraten gehörten. Anfangs ging es den Kindern und Jugendlichen eher um eine Alternative zur verpflichtenden Hitlerjugend und daher organisierten sie sich selbst als Jugendbewegung. Jedoch entwickelte sich mit der Zeit auch ein echtes Interesse an der Politik und sie formierten sich als Widerstandsgruppe.
Dirk Rheinhardt las den Schülern eine Stelle aus seinem Buch vor, in der die Edelweißpiraten eine Aktion planten und durchführten. Bei dieser sammelten sie Plakate, welche die Engländer mittels Flugzeugen zu verteilen versuchten, ein und warfen sie in deutsche Briefkästen, um so ihren Protest auszudrücken.
Später bemalten sie ihre eigenen Plakate mit verschiedenen Sprüchen, um so ihrer Ablehnung gegenüber dem Hitlerregime Ausdruck zu verleihen.
Der Autor erzählte den Schülern außerdem, dass die Edelweißpiraten sich mit Decknamen ansprachen, damit, falls sie belauscht würden oder sich ein Spion aus der Hitlerjugend einschlich, dieser nicht die richtigen Namen an die Gestapo geben konnte.
Zum Schluss zeigte der Schriftsteller den Schülern verschiedene Originalbilder aus der NS-Zeit, beispielsweise das Zeichen der Edelweißpiraten, das aus einer Edelweißblume und einem Stern mit der Inschrift "e. p." bestand oder seltene Bilder der richtigen Edelweißpiraten. Sie ließen sich bewusst nicht oft fotografieren, um nicht von den Nazis enttarnt zu werden.
Tatsächlich mussten früher auch viele der Jugendlichen ihre Familien verlassen, um vor der Gestapo zu fliehen. Falls sie dann trotzdem von den Nazis erwischt wurden, hängte man sie öffentlich, oft im Beisein ihrer Mütter oder brachte sie in ein Jugendkonzentrationslager.
Es war eindrucksvoll für alle, neue Aspekte über den sehr mutigen Widerstand Jugendlicher während des grausamen NS-Regimes zu erfahren und Originalbilder echter Edelweißpiraten aus der Vergangenheit sehen zu können.
Franziska Hienz, 9b

Treffen mit Oberbürgermeister Schuchardt

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Als Reaktion auf die vermehrte Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an den Klimaschutzdemonstrationen der vergangenen Monate, bot Oberbürgermeister Christian Schuchardt an, sich mit Schülerinnen und Schülern von verschiedenen Schulen aus Würzburg zu treffen um deren Meinungen, Fragen und auch Vorschläge zu hören.
Am 9. April war er zu diesem Anlass am FKG und führte ein Gespräch mit fünf Schülern, darunter der Vorsitzende der Umwelt-AG, die Schülersprecher und ein Vertreter der Unterstufe, sowie den zwei Vertrauenslehrern.
Im Dialog erklärte Herr Schuchardt ausführlich, welche Veränderungen er in Würzburg schon bewirkt habe, wie beispielsweise den Bau von 15 Kilometern Fahrradwegen und die Planung sechs weiterer Kilometer, sowie die Planung der Straßenbahnlinie 6 zum Hubland.
Er erläuterte die Schwierigkeiten, die bei solchen Projekten entstehen, wie z.B. die bestmögliche Nutzung des ihm zur Verfügung stehenden Geldes oder das Finden von Kompromissen zwischen den verschiedensten Interessen der Bürgerinnen und Bürger.
Auf konkrete Fragen der Schülerschaft über mögliche Aktionen, welche zur Nachhaltigkeit beitragen, zeigte er sich sehr aufgeschlossen und kooperativ und versprach die Idee der Organisation einer "Umweltkonferenz" für Schüler und Schülerinnen nach dem Vorbild der "Web-Week" weiterzugeben und falls möglich umzusetzen.
Zudem sicherte er den Schülerinnen und Schülern des FKG die Anschaffung weiterer Fahrradständer durch die Stadt Würzburg zu, damit mehr Stellplätze für Fahrräder entstehen und alle ihre Fahrräder sicher abschließen können.
Vielen Dank an Herrn Schuchardt für das offene Gespräch, für das er sich zwei ganze Stunden Zeit nahm.
Laurenz Reichelt, Q11

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